Was für ein Rezept! Maraska-Kirschen treffen französische Kräuter treffen Gin und Limette? Klingt verrückt? Und schmeckt genau so! Wiederentdeckt wurde dieser 1951 entwickelte Drink im Jahr 2005 vom team des berühmten New Yorker „Pegu Club“.
Nahe am Originalrezept orientiert sich unsere Version der bekanntesten Kreation
von „Trader Vic“ Bergeron – kräftig, aber dennoch ausgewogen kommt er daher, der
Urvater aller „Tikki“-Drinks.
Das ernest Hemingway Zeit seines Lebens in kein Glas gespuckt hat ist hinlänglich bekannt. Viel und oft wurde auch über seine Vorlieben und trinkgewohnheiten geschrieben: so mochte er zum beispiel keine süßen Drinks und trank gern stark. Und so servierte man ihm im „La Floridita“ seinen Daiquiri mit einer doppelten Menge Rum und gänzlich ohne Zucker. später wurde das Rezept noch mit frischer Grapefruit und Maraschino verfeinert. Für Gäste, denen dieses Geschmackserlebnis zu sauer-authentisch ist fügen wir auch gern noch ein wenig Zucker hinzu.
Antoine Peychaud, ein Apotheker aus New Orleans, entwickelte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Tinktur, mit der er Brandy-Drinks verfeinerte - zunächst im Freundeskreis, später als Lieferant vieler Bars und Cafés der Stadt. Auf diesem Weg fanden „Peychaud Bitters“ ihren Weg in das „Sazerac Coffee House“, benannt nach dem damals sehr populären Cognac “Sazerac de Forge et Fils”. Hier wurden die ersten Sazeracs mit Cognac als Basis-Spirituose serviert, verfeinert mit Peychaud Bitters, Absinth und Zucker. Während des amerikaischen Bürgerkrieges ersetzte dann Rye Whiskey den immer weniger verfügbaren Cognac. Wir präsentieren diesen Drink in beiden Varianten: den Sazerac Cognac des Originals ersetzen wir durch Hine VsoP (Sazerac Coganc wird leider nicht mehr hergestellt, ein Opfer der grossen Reblaus-Epidemie Ende des 19. Jahrhunderts), oder mit Old Overholt Rye Whiskey.
Eine Daiquiri-Variante aus dem 1948 erschienenen Cocktailbuch „el Arte del Cantinero“ von Hilario Sanchez. Das Kirschwasser rundet diesen ansonsten klassischen Daiquiri sensationell ab.
Der Pisco Punch war Ende des 19. Jahrhunderts einer der berühmtesten Dinks seiner Zeit. Erfunden wurde er in San Francisco im „Bank Exchange & Billard Saloon“, dessen letzter Eigentümer, Duncan Nicol, das geheime Rezept für diesen Drink mit ins Grab nahm, angeblich aus Gram über die 1919 verhängte Prohibition. Unsere Adaption des Drinks beruht auf einem Rezept von Simon Difford („Difford´s Guide No. 9“, 2010). Zeitzeuge Rudyard Kipling über den Pisco Punch: „i have a theory that it is compounded of the shavings on cherub´s wings, the glory of a tropical dawn, the red clouds of sunset and the fragments of lost epics by dead masters“.
Der amerikanische Cocktail-Autor Jared Brown entdeckte vor ein paar Jahren in einem alten Barbuch mit dem Titel „Pioneers of Mixing Gin in Elite Bars“ von 1933 ein Rezept, das in Teilen deutlich an den Cosmpolitan erinnert, wie wir ihn heute kennen. ob Zufall oder nicht sei dahingestellt: lecker ist diese erste Version auf jeden Fall ebenso.